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Indien-Wochen am Niederrhein
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11-2006/1868
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Quelle: Rheinische Post, Deutschland
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Freitag, 24. November 2006 --- von Michael Bröcker
Während ein Großteil der Wirtschaftswelt nach China schaut, mausert sich Indien immer mehr zum El Dorado für die deutsche Industrie. Bessere rechtliche Rahmenbedingungen als im Reich der Mitte, ein ungebremstes Wachstum und eine technologisch orientierte und eine trotzdem "günstige" Facharbeiterschar locken deutsche Chemie-, IT- und Maschinenbaufirmen in den fernen Osten.
Im Januar lädt die IHK Mittlerer Niederrhein 25 Firmen aus der Region zu einer Unternehmerreise an die Wirtschaftsstandorte Kalkutta, Bombay, Pune und Hyderabad. 18 Firmen haben sich bislang angemeldet, darunter die Mönchengladbacher Kurt Beines GmbH. Auf dem Programm stehen auch Besuche deutscher Chemiewerke wie der Wacker Chemicals, Arca oder Klaus Union. Ziel: die Firmen sollen Kontakte knüpfen und mögliche Markteintritte prüfen. "Kein anderes Land der Welt weist derzeit eine solch exzellente Kombination von Marktwachstum und -volumen, niedrigen Lohnkosten und sehr gutem Angebot an qualifizierten Mitarbeitern auf", wirbt die IHK. Das Herzstück der indischen High-Tech-Industrie, das als "Silicon Valley" bezeichnete Bangalore, hat die Kammer bei der Reiseplanung indes ausgelassen. "Wir konzentrieren uns auf die Zentren mit Wachstumspotenzial", sagt IHK-Sprecher Joachim Ludewig.
Der Mönchengladbacher Unternehmer Achim Schulz, Geschäftsführer des Giesenkirchener Metallflächenspezialisten Diamant sieht das anders. Fast gleichzeitig plant er mit Unternehmern, Vertretern der RWTH Aachen und der Hochschule Niederrhein eine Reise nach Bangalore. Bei der vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützen Tour sollen neue Kooperationsprojekte zwischen den Hochschulen und dem Indisch-Deutschen Technologieinstitut (IGIT) an der renommierten Universität in Bangalore (VTU) eingeweiht werden. Auch der Besuch der Maschinenbaumesse IMTEX ist geplant.
Fazit: im Januar sind Indien-Wochen am Niederrhein.
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